Unsere Arbeit in Kolumbien

Seit 2006 Hilfe für Kinder und Jugendliche in Kolumbien

Unser Projekt "Columpio" (spanisch: Schaukel) ermöglicht seit 2006 sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen in Kolumbien den Zugang zu Bildung, d.h. wir stellen die Grundlagen zur Erlangung eines Schulabschlusses oder zur Berufsausbildung zur Verfügung.

 

Seit Mitte 2017 haben wir unseren Fokus erweitert und arbeiten an der an der Errichtung eines Bildungs- und Freizeitzentrums, in dem wir eine umfassende Betreuung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher anbieten wollen.

 

Mit der Vereinsgründung am 19.10.2018 haben wir nun den nächsten Schritt gemacht um den gestiegenen organisatorischen und finanziellen Aufwand zu bewältigen. 

 

Unsere Unterstützung konzentriert sich aktuell auf das Viertel Chocolate nördlich der Stadt Montería im Bundesstaat Córdoba.

 

Insgesamt profitieren aktuell über 130 Kinder und Jugendliche von unserem Projekt.

 »Ich weiß, dass wir nicht all ihre Probleme lösen und ihnen eine erfolgreiche Zukunft sichern können, aber ich würde ihnen gern etwas mit auf den Weg geben, nämlich dass sie wissen, dass es Menschen gibt, denen sie wichtig sind, und dass sie in der Gesellschaft einen guten Platz finden«
Marcela (unsere Projektleiterin in Chocolate)


Kindertag in Chocolate (April 2018)
Kindertag in Chocolate (April 2018)

DAS SIND WIR

Philip Schiemenz und Daniel von Delhaes bilden den Vorstand des Vereins. Beide engagieren sich bereits seit mehr als zehn Jahren um diese Unterstützung in Kolumbien möglich zu machen.

Philip mit kolumbianischen Haus-Schweinen
Philip mit kolumbianischen Haus-Schweinen

Philip Schiemenz (geb. 21.02.1979) kommt ursprünglich aus Leipzig, lebt jedoch seit 2006 in Berlin. Er ist verheiratet und arbeitet als Redakteur. Seit seinem ersten Aufenthalt in Kolumbien (2000) hat er einen besonderen Bezug zu dem Land, in das er seit 2004 mindestens einmal pro Jahr – auch für längere Zeiträume – zurückgekehrt ist. Philip ist der gewählte Vorsitzende des Vereins. 

Daniel mit seiner Tochter beim Konzert
Daniel mit seiner Tochter beim Konzert

Daniel von Delhaes (geb. 06.07.1973) stammt aus Marburg, lebt jedoch schon eine halbe Ewigkeit in Berlin. Er und seine Freundin, die beide als Sprachlehrer arbeiten, sind Eltern von Zwillingen. Daniel bereiste 1998 zum ersten Mal Kolumbien und war seitdem privat und im Rahmen seines Studiums regelmäßig dort. Daniel ist seit Oktober 2018 stellvertretender Vorsitzender von COLUMPIO.



HINTERGRUND

Bereits seit dem Jahr 2000 haben wir enge persönliche Bindungen nach Kolumbien aufgebaut, die bis heute nicht abgerissen sind. Dabei ist uns natürlich nicht entgangen, dass die Situation eines Großteils der Menschen im Land katastrophal und ihre Grundversorgung trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs sehr schlecht ist.

 

Eine der wenigen Möglichkeiten, nachhaltig zu helfen aus diesem Teufelskreis der Armut auszubrechen, stellt „Bildung“ dar, die in Kolumbien oftmals leider ein Privileg der Mittel- und Oberschicht ist. Und genau hier wollten und wollen wir ansetzen und Kinder und Jugendlichen eine Chance eröffnen, die sie unter normalen Umständen nicht bekommen würden.


INITIATIVE – PROJEKT – VEREIN

Bereits von 2001 bis 2004 organisierten wir unser erstes kleines Hilfsprojekt in Kolumbien, mit dem wir eine Kinder-Fußballmannschaft in Taganga, im Nordosten des Landes unterstützten.

 

Das heutige Projekt ging jedoch aus einer privaten Initiative von Freunden und Bekannten hervor, mit der wir 2006 begannen, hilfsbedürftige Einzelpersonen aus unserem direkten Umfeld in Bogotá und Barranquilla zu unterstützen. Konkret sah das so aus, dass wir immer dann, wenn uns Problemfälle in unserer Umgebung auffielen oder jemand mit der Bitte um Hilfe an uns herantrat, versuchten, den "Bedürftigen" im Rahmen unserer Möglichkeiten unter die Arme zu greifen. Der Fokus lag dabei zunächst ganz klar auf Unterstützung bei der (Aus-)Bildung - sei es schulisch oder universitär. Nach und nach spielten jedoch zunehmend auch andere Punkte eine Rolle (z.B. Ernährung, Transport, medizinische Versorgung etc.), da wir feststellen mussten, dass diese für den Bildungsweg der Kinder mindestens genauso wichtig sind, wie die unmittelbar mit der Schule verbundenen Aspekte (z.B. Schulgebühren, Uniform, Materialien).

 

2008 tauften wir das Projekt schließlich "ACES Colombia" (ACES steht für Apoyo a la Cultura, la Educación y la Salud - Hilfe für Kultur, Bildung und Gesundheit).

 Mit dem Start im Putumayo (2007/08) setzten wir zwar die Unterstützung nach denselben Prinzipien fort, begannen aber erstmals eine breiter gestreute Hilfe zu organisieren, die anfangs 13 Kinder in den Orten Oríto, Puerto Colón und El Maizal umfasste. Die Unterstützung setzte sich wie folgt zusammen: Deckung der Kosten für Schulgebühren und -materialien, eine minimale monatliche Pauschalzahlung pro Kind sowie die Einzahlung in einen Fond für besondere Bedürfnisse (z.B. Arztbesuche). Die Verteilung, Dokumentation und Kontrolle wurden von drei verschiedenen Vertrauenspersonen übernommen.

 

 

 

Mit unserem Vorhaben in Montería haben wir das Projekt nun auf ein ganz neues Niveau gehoben, da wir mit der Errichtung eines Bildungs- und Freizeitzentrums nicht nur eine viel größere Gruppe von Kindern und Jugendlichen (bis zu 170) ansprechen, sondern auch zum ersten Mal eine umfassende Betreuung sozial benachteiligter Heranwachsender anbieten.

 

Das Haus im Armenviertel "Chocolate" soll permanenter Anlauf- und Treffpunkt sowie Rückzugsgebiet für die Kinder sein. Sie werden dort von Marcela, der Projektleiterin vor Ort, sowie Freiwilligen betreut. Neben dem Regelbetrieb werden in dem Haus regelmäßig Veranstaltungen zu verschiedensten Themen durchgeführt (z.B. Kinonachmittage, Basteltage, aber auch altersgerechte Vorträge zu Konfliktlösung, Sexualität, gesunder Ernährung, Erste Hilfe etc.). Außerdem soll auch eine grundlegende medizinische Versorgung Teil unseres Angebots sein.

 

Mit dem Ausbau und der damit notwendig gewordenen Professionalisierung des Projekts ging auch eine Umbenennung des Projekts einher. Der Name "ACES", mit dem wir schon lange unzufrieden waren und mit dem wir deshalb auch schon seit Jahren nicht mehr firmierten, wurde im November 2017 durch "Columpio" abgelöst. 

 

 

Aufgrund der Größe, die das Projekt im Laufe des Jahres 2018 erreicht hatte, entschlossen wir uns schließlich einen eingetragenen Verein zu gründen – dieses Vorhaben wurde auf der Mitgliederversammlung am 19.10.2018 umgesetzt. Dieser Schritt war dringend notwendig um den gestiegenen organisatorischen und finanziellen Aufwand zu bewältigen. Wir wollten uns mit der Vereinsgründung breiter und professioneller aufstellen und einen größeren Kreis potentieller UnterstützerInnen ansprechen. Dabei sollte es für neue UnterstützerInnen auch ein zusätzlicher Anreiz sein, dass Spenden an eine gemeinnützige Organisation steuerlich geltend gemacht werden können. 

 

Unseren Prinzipien sind wir dabei natürlich treu geblieben: Alle Menschen, die in Deutschland das Projekt koordinieren, sind weiterhin ehrenamtlich tätig und auch die Kosten für Verwaltung, Werbung, Geldtransfers etc. werden wir auch in der Zukunft auf das absolute Minimum beschränken. 


FINANZIERUNG

Das Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. 

 

MITGLIEDSBEITRAG: Alle Vereinsmitglieder zahlen satzungsgemäß einen Mitgliedsbeitrag, wobei die Höhe von der Art der Mitgliedschaft abhängt:

  • Ordentliche Mitglieder: 10 Euro / Monat
  • Fördermitglieder*: 5 Euro / Monat

Grundsätzlich handelt es sich hier um Mindestbeiträge. Es ist natürlich möglich, freiwillig einen höheren Betrag zu zahlen. Der Beitrag kann monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich per Dauerauftrag oder Lastschrift gezahlt werden. 

 

SPENDEN: Um unsere Vorhaben zu verwirklichen, sind wir natürlich auch auf große und kleine Geldspenden angewiesen. Alle Spenden an den Verein werden ausschließlich für satzungsgemäße  Zwecke verwendet. Da wir zuletzt beim Versenden von Sachspenden leider immer wieder logistische und bürokratische Probleme hatten und die Kosten/Nutzen dabei in keinem akzeptablen Verhältnis  mehr standen, nehmen wir zurzeit keinerlei Sachspenden entgegen. Wir werden das Thema nochmals angehen, sobald wir die nötige Infrastruktur aufgebaut haben.